Barockhaus
Neißstraße 30
02826 Görlitz

Wie Bô Yin Râ schrieb, trägt jeder Mensch das göttliche Prinzip in sich und kann es auf dem Weg der geistigen Selbsterkenntnis finden. Diesen Weg zeigen die Schriften durch Betrachtungen auf, die über das Wissen der verschiedenen Religionen hinwegreichen. „Es sind gleichsam ‚Reisebücher‘, die von Ländern berichten, welche dem Erdenmenschen normalerweise unzugänglich bleiben und nur bisweilen hinter dunklen Schleiern verborgen geahnt oder gefühlt werden können“, charakterisierte der Biograf Otto G. Lienert das Lehrwerk, das zwischen 1913 und 1932 entstand.
Während seiner Görlitzer Zeit, als Bô Yin Râ mit seiner Familie in der Goethestraße 55 wohnte, erschienen zwölf Bände des Lehrwerks. Durch hohe Druckauflagen und Übersetzungen in zahlreiche Sprachen, erreichten sie bereits in den 1920er Jahren eine weltweite Verbreitung. „Wer sich die Mühe nimmt, die Bücher von Bô Yin Râ gesammelt und ohne Vorurteile zu lesen, beginnt – vorerst fast unbewusst – die Erdendinge gleichsam von oben herab zu betrachten. Schritt um Schritt wird der an sich selbst arbeitende Leser auf höhere Stufen emporgehoben, bis sich ihm seine individuelle Stellung im Geiste in sicherem Fühlen und innerer Klarheit manifestiert“, so nochmals Otto G. Lienert.

Viele historische Exemplare der Bände des geistigen Lehrwerks im Bestand der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften stammen aus dem Nachlass der Görlitzerin Margarete Meissner. Sie war die Ehefrau von Professor Dr. Richard Meissner, der in den 1920er bis 1940er Jahren als Chefarzt am Görlitzer St. Carolus-Krankenhaus tätig war.

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