Barockhaus derzeit nicht barrierefrei
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Im bekannten historischen Bibliothekssaal der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur im Barockhaus entstand unlängst ein außergewöhnlicher Tanzfilm: »RECREATING GATSBY«. Es war ein berührender Moment, die Tanzcompagnie des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau (GHT) im Bibliothekssaal begrüßen und in Aktion erleben zu dürfen ...weiterlesen
Endlich ist der Sensationsfund für alle zu sehen – aber nur für kurze Zeit: Der Bronzeschatz von Klein Neundorf. Bis zum 24. März wird er im Kaisertrutz präsentiert ...weiterlesen
Die neue Ausgabe des Görlitzer Magazins ist nun in unseren Museumsshops erhältlich – ein ideales Geschenk für alle, die gern ihren Wissensschatz über Görlitz und die Region erweitern ...weiterlesen
Zwei neue Sonderausstellungen haben seit Kurzem ihre Türen in unserem Barockhaus geöffnet: »SCHACHMANNS BLICK« und »PILGERFAHRT UND WELTUMSEGLUNG«. Beide erzählen auf unterschiedliche Weise vom Forschergeist vergangener Zeiten ...weiterlesen
Ein Werk der Superlative – der monumentale, zwölfbändige »Atlas Maior« – ist nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wieder in die Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften (OLB) zurückgekehrt und für die Öffentlichkeit nun zugänglich ...weiterlesen
Das Landesamt für Archäologie Sachsen stellte am 22. August 2025 im Beisein von Ministerpräsident Michael Kretschmer einen spektakulären Bronzezeit-Hortfund aus Klein Neundorf bei Görlitz erstmals der Öffentlichkeit vor ...weiterlesen
Hinweis zur Barrierefreiheit im Barockhaus
Unsere Ausstellungsetagen im Barockhaus sind derzeit leider nicht barrierefrei zugänglich, da der Aufzug momentan außer Betrieb ist. An der Behebung des technischen Defekts wird bereits gearbeitet.
Wir bitten um Ihr Verständnis und entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten. Sobald der Aufzug wieder funktioniert, informieren wir Sie umgehend.
Der Johannes-Wüsten-Saal ist barrierefrei erreichbar.
Ihr Team der Görlitzer Sammlungen
Im bekannten historischen Bibliothekssaal der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur im Barockhaus (Neißstraße 30) entstand unlängst ein außergewöhnlicher Tanzfilm: »RECREATING GATSBY«. Es war ein berührender Moment, die Tanzcompagnie des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau (GHT) in unserem Bibliothekssaal begrüßen und in Aktion erleben zu dürfen. Dass dieser besondere Ort zur Bühne für ein so poetisches Filmprojekt wurde, erfüllt uns mit großer Freude.
Inspiriert von »The Great Gatsby« von F. Scott Fitzgerald und anknüpfend an das große immersive Theatererlebnis »Gatsby!« des GHT im vergangenen Jahr, tauchen hier die Tänzerinnen und Tänzer in die Welt der Bücher und des Erzählens ein. Aus der Stille des Lesens heraus entsteht Bewegung: Impulse wandern von Körper zu Körper, formen parallele choreografische Abläufe zwischen den Regalen und der historischen Einrichtung.
Eine eigens für diesen Film geschaffene Musik lässt das fragile Gefüge kippen – Ordnung wird zu Chaos, Bewegungen überlagern sich, Bücher werden zu Objekten des Suchens, Trennens und Verbindens. Es entstehen intime Duette und kraftvolle Gruppenszenen, in denen sich Beziehungen und Rollen verschieben. Schließlich kehrt Ruhe ein – wie ein Buch, das behutsam geschlossen wird.
Die Premiere des Films wird am Donnerstag, 23.04.2026, im Rahmen des Sächsischen Theatertreffens im Görlitzer Theater stattfinden.
Das Projekt: Recreating Gatsby – Ein Tanzfim der Tanzcompagnie Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau | Choreografie/Regie: Massimo Gerardi | Kamera und Schnitt: Julius Günzel | Musik: Jan Satler | Gefördert von der Sächsischen Landesmedienanstalt. Eine Kooperation zwischen der Tanzcompagnie des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau und den Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur.
Endlich ist der Sensationsfund für alle zu sehen – aber nur für kurze Zeit: Der Bronzeschatz von Klein Neundorf. Mit mehr als 16 Kilogramm Gewicht und über 300 bronzezeitlichen Objekten – darunter Sicheln, Beile, Schmuck, Teile eines Pferdegeschirrs und ein zerbrochenes Schwert – zählt der Hort von Klein Neundorf zu den bedeutendsten Bronzezeitfunden Sachsens. Archäologen deuten ihn als Opfergabe an die Götter.
Bevor der einzigartige Schatz für lange Zeit zur Restaurierung und wissenschaftlichen Untersuchung verschwindet aus dem Blick der Öffentlichkeit, wird er bis 24. März 2026 in der Ausstellung »EIN SCHATZ FÜR DIE GÖTTER. Der Bronzefund von Klein Neundorf« im Kaisertrutz präsentiert.
Zur Eröffnung am 15. Januar schilderten Dr. Regina Smolnik, Landesarchäologin des Freistaates Sachsen und Dr. Jasper v. Richthofen, Direktor der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur, eindrucksvoll den spannenden Hergang der Schatzsuche im August 2023 und die herausragende Bedeutung des Fundes. Oberbürgermeister Octavian Ursu dankte allen Beteiligten für ihr großes Engagement.
Im Fokus standen am Eröffnungsabend auch der ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger Henry Herrmann, der die Fundstelle im August 2023 letztendlich entdeckte, sowie Florian Jordan, der den Schatzfund im Rahmen seiner Doktorarbeit wissenschaftlich untersucht. Beide waren gefragte Gesprächspartner und gaben spannende Einblicke aus erster Hand.
Apropos … aus erster Hand: Wer mehr darüber wissen möchte, wie es überhaupt zu dieser Schatzsuche kam und was es mit diesem Fund auf sich hat, für den stehen im Ausstellungszeitraum zwei Kuratorenführungen auf dem Programm.
KURATORENFÜHRUNGEN: Sonntag, 1. Februar 2026, 15 Uhr und Sonntag, 1. März 2026, 15 Uhr und Donnerstag, 19. März 2026, 15 Uhr | Ort: Kaisertrutz, Platz des 17. Juni 1 | Tickets: 8 Euro, 6 Euro ermäßigt, bis 18 Jahre 4 Euro
In seinen Führungen gibt Museumsdirektor und Archäologe Dr. Jasper v. Richthofen exklusive Einblicke in die Fundgeschichte, erläutert Bedeutung und Forschungen – eine einmalige Gelegenheit, diesen außergewöhnlichen Schatz unter fachkundiger Begleitung näher zu betrachten.
Die neue Ausgabe des Görlitzer Magazins ist nun in unseren Museumsshops erhältlich – ein ideales Geschenk für alle, die gern ihren Wissensschatz über Görlitz und die Region erweitern.
Im Titelinterview spricht der Künstler Hans-Peter Menge darüber, warum „Schönheit immer eine Gratwanderung“ ist, über seine Begegnung mit Pop-Art-Ikone Andy Warhol in New York und über „Schwebende Malerei“.
Zudem bietet die Ausgabe vielfältige Beiträge, u. a. zu diesen Themen: • Zauberei- und Hexenprozesse im frühneuzeitlichen Görlitz • Das monumentale Kruzifix aus der Görlitzer Dreifaltigkeitskirche • Kurt Arnade – deutscher Offizier und Jude • Eine Zürcher Bibel aus dem Besitz von Bartholomaeus Scultetus • Die Anfänge der Meteorologie • Die Giese-Chronik aus der Zeit des Nationalsozialismus • 25 Jahre Freunde der Görlitzer Sammlungen e. V.
Das Magazin ist in unseren Museumsshops im Kaisertrutz (Platz des 17. Juni 1) und im Barockhaus (Neißstraße 30) erhältlich. Außerdem können Sie es bequem bei uns online bestellen. Zur online-Bestellung
Das jährlich erscheinende Magazin bietet spannende Einblicke in Geschichte, Kunst und Kultur der Stadt Görlitz und ihrer Umgebung. Herausgegeben von der Stadt Görlitz, den Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur und dem Verein der Freunde der Görlitzer Sammlungen e. V.
Görlitzer Magazin Nr. 37: Verlag Gunter Oettel | 15 € | Softcover | 120 Seiten | ISBN 978-3-910669-21-5
VON ABENTEUERLUST UND FORSCHERDRANG
Zwei neue Sonderausstellungen haben seit Kurzem ihre Türen in unserem Barockhaus geöffnet: »SCHACHMANNS BLICK« und »PILGERFAHRT UND WELTUMSEGLUNG«. Beide erzählen auf unterschiedliche Weise vom Forschergeist vergangener Zeiten.
Im Mittelpunkt der Ausstellung im Graphischen Kabinett steht der Oberlausitzer Universalgelehrte Carl Adolph Gottlob von Schachmann (1725–1789), dessen 300. Geburtstag wir zum Anlass nehmen, sein vielseitiges Werk neu zu beleuchten. „In unserer Ausstellung zeigen wir 30 Zeichnungen und Radierungen von Schachmann. Insgesamt besitzen wir mehr als 200 Kunstwerke von ihm. Die Mehrzahl befindet sich in einem Sammelband, in dem Schachmann seine Zeichnungen und Druckgrafiken einklebte“, erläutert Kurator Kai Wenzel. Schachmann sei „ein Beispiel eines Menschen, der zeitlebens nach Bildung strebte und nach Gerechtigkeit und Menschlichkeit suchte.“
Von dieser Geisteshaltung ausgehend, schlägt die zweite Ausstellung den Bogen zu den Entdeckern und Reisenden vergangener Jahrhunderte. Unter dem Titel »Pilgerfahrt und Weltumseglung. Reiseberichte aus fünf Jahrhunderten« zeigt die Schatzkammer ausgewählte Werke der Reiseliteratur aus der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften (OLB). „Die Idee zur Schau kam während der Beschäftigung mit der Königshainer Schlossbibliothek, die zahlreiche Werke der Reiseliteratur aller Kontinente enthält und sich seit 1941 in der OLB befindet“, erklärt Dr. Steffen Menzel. „Auch heute noch schlagen uns die Schilderungen von den Strapazen der Reisen, den glücklichen Momenten beim Erreichen des Ziels oder auch dem tragischen Scheitern in ihren Bann.“
Ausstellungsort: Barockaus, Neißstraße 30, Görlitz
»SCHACHMANNS BLICK« läuft bis zum 22. März 2026 im Graphischen Kabinett. »PILGERFAHRT UND WELTUMSEGLUNG« ist bis zum 25. Mai 2026 in der Schatzkammer zu sehen.
Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, freier Zugang für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Ein Ticket gilt für beide Ausstellungen und das gesamte Barockhaus.
Ein Werk der Superlative ist wieder in die Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften (OLB) zurückgekehrt und für die Öffentlichkeit nun zugänglich. Er gilt als das teuerste Werk seiner Zeit und als einer der bedeutendsten kartographischen Schätze des 17. Jahrhunderts – der monumentale, zwölf Bände umfassende »Atlas Maior«.
Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten ist einer der bedeutendsten kartographischen Kostbarkeiten zurück in der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften (OLB): die seltene französische Zwölf-Bände-Ausgabe des »Atlas Maior« von Joan Blaeu. Das monumentale Werk, entstanden 1663 in Amsterdam, gilt als das größte Kartenwerk seiner Zeit und vereint zahlreiche Superlative – mehr als 3.000 Textseiten, rund 600 Karten, aufwändige Pergamenteinbände mit Goldverzierungen und ein Gesamtgewicht von rund 80 Kilogramm.
Ein Meisterwerk der Kartografie
»Der Atlas Maior gilt als das teuerste Werk seiner Zeit und das aufwändigste jemals realisierte Kartografieprojekt«, erklärt Dr. Steffen Menzel, Leiter der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften. »Der Atlas war der Höhepunkt der niederländischen Kartografie im Barock und wurde in seiner Zeit sogar als Staatsgeschenk verwendet. So erhielt Sultan Mehmed IV. 1668 eine lateinische Ausgabe direkt von der holländischen Regierung. Er kostete damals 450 Gulden, etwa den Jahreslohn eines gutverdienenden Handwerkers. Heute wäre das ein Gegenwert von rund 50.000 Euro. Auf Auktionen erzielen vollständige Ausgaben inzwischen Summen von bis zu 600.000 Euro.«
In die Görlitzer Bibliothek gelangte der Atlas im Jahr 1800. Johann Gottfried Geißler, einst Konrektor des Gymnasiums Augustum, verkaufte das Werk für den »Freundschaftspreis« von 16 Reichstalern. »Allein der Transport der 80 Kilogramm schweren Atlasbände nach Görlitz dürfte ähnlich viel gekostet haben«, sagt Dr. Steffen Menzel.
Über die Jahrhunderte hatte der Atlas deutliche Spuren der Nutzung davongetragen. Eine Leipziger Restaurierungsfirma nahm sich mit großem Fachwissen des gewichtigen Werkes an. Die Maßnahmen umfassten unter anderem eine gründliche Trockenreinigung aller Seiten, die Befestigung gelöster Karten sowie die Stabilisierung und Restaurierung der prächtigen Pergamenteinbände. Nun sind alle Bände zusätzlich in speziell angefertigten Schutzverpackungen aus säurefreiem Karton gesichert.
Möglich wurde die Restaurierung durch die Förderung der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK), finanziert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), die Kulturstiftung der Länder sowie die Landesstelle für Bestandserhaltung an der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden. Die Kosten beliefen sich auf rund 10.000 Euro, wovon die Bibliothek einen Eigenanteil von zehn Prozent trug.
Zugang für die Öffentlichkeit
»Einige Bände mussten wir zuletzt sogar sperren, um weitere Schäden zu vermeiden«, berichtet Steffen Menzel. »Jetzt sind wir froh, dieses Meisterwerk wieder zeigen zu können – in einem Zustand, der auch kommenden Generationen den Zugang sichert.«
Die interessierte Öffentlichkeit hat von nun an die Möglichkeit, den Atlas wieder genauer zu betrachten: Im Rahmen der wöchentlichen Montagsführungen der OLB wird der erste Band präsentiert, darüber hinaus können Bibliotheksnutzer das Werk im Lesesaal einsehen. Auch die Fachwelt nimmt regen Anteil: Auf der SLUB-Tagung am 24. September 2025 wird Dr. Steffen Menzel das Restaurierungsprojekt in Dresden näher vorstellen.
»Der Atlas ist nicht nur ein Schatz der Kartografiegeschichte, sondern auch ein lebendiges Zeugnis der europäischen Wissens- und Kulturgeschichte«, so Dr. Steffen Menzel. »Wir freuen uns sehr, dass er nun wieder in Görlitz zugänglich ist – und damit die ganze Welt in zwölf Bänden zurück in unsere Stadt gekommen ist.«
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Informationen kompakt
Das Landesamt für Archäologie Sachsen stellte am 22. August 2025 im Beisein von Ministerpräsident Michael Kretschmer einen spektakulären Bronzezeit-Hortfund aus Klein Neundorf bei Görlitz erstmals der Öffentlichkeit vor.
Mit 16 kg Bronze und 310 Objekten – darunter Schmuck, Waffen und Geräte – handelt es sich um den bislang zweitgrößten bronzezeitlichen Schatzfund im Freistaat Sachsen und den größten in der Oberlausitz. Auch bei uns ist die Freude darüber groß. Denn: Bereits im Jahr 1900 wurden in Klein Neundorf drei Bronzedolche entdeckt, von denen einer in unserer Dauerausstellung im Kaisertrutz Görlitz zu sehen ist.
Die Idee, die historische Fundstelle von 1900 mit moderner Technik noch einmal gezielt zu untersuchen, kam von unserem Direktor Dr. Jasper von Richthofen. Gemeinsam mit dem Landesamt für Archäologie Sachsen initiierte er 2023 die Nachsuche, die schließlich zu dem bedeutenden Neufund führte.
„Uns war der historische Fundort der Klein Neundorfer Dolche in etwa bekannt. Insofern lag es auf der Hand, nachzusehen, ob noch weitere zu den Dolchen gehörige Fundstücke unentdeckt im Boden ruhen. Dass wir aber so erfolgreich sein würden, hat keiner der Beteiligten erwartet“, berichtet Jasper von Richthofen. „Besonders ist, dass die Masse der Funde über 3000 Jahre unberührt im Boden schlummerte und en block geborgen werden konnte. Der Block wurde dann mit großer Sorgfalt und ohne Zeitdruck im Labor ausgegraben. Zu danken ist vor allem dem ehrenamtlichen Mitarbeiter Henry Herrmann, der letztlich die Stelle entdeckt hat.“
Der neue Hortfund wird derzeit restauriert und wissenschaftlich untersucht. Voraussichtlich 2026 soll er in einer Sonderausstellung im Kaisertrutz Görlitz zu sehen sein.