Der aus Leipzig stammende Johann Georg Weinhold war ein bekannter Porträtmaler. Zu seinen kunstvollsten Werken gehört das Bildnis eines jungen Mädchens (1841), das im Barockhaus dauerhaft ausgestellt ist.

Der aus Leipzig stammende Johann Georg Weinhold war ein bekannter Porträtmaler. Zu seinen kunstvollsten Werken gehört das Bildnis eines jungen Mädchens (1841), das im Barockhaus dauerhaft ausgestellt ist.
Für das Porträt kleidete sich der Herr in eine kunstvoll bestickte Weste, die durch die legere Armhaltung besonders zur Geltung kommt. Das Öl-Gemälde des Malers Christoph Friedrich Reinhold Lisiewski (vermutlich) von 1750 ist im Barockhaus ausgestellt.
Die kunstvoll aus Silber gearbeitete und durch einen Brand deformierte Gewandspange (Fibel) wurde als Beigabe im Grab einer hochgestellten germanischen Persönlichkeit in Litten bei Bautzen gefunden. Sie stammt aus der spätrömischen Kaiserzeit (um 300 n. Chr.) und ist im Kaisertrutz im Ausstellungsbereich »Von der Eiszeit bis ins frühe Görlitz« zu sehen.
Seit den 1920er Jahren schuf der Görlitzer Kunsttöpfer Walter Rhaue Teller, Vasen, Schalen und Kacheln mit kunstvoll gestalteten, expressiven Dekoren. Dieser gebrannte und glasierte Weihnachtsteller von 1927 ist in der Galerie der Moderne im Kaisertrutz ausgestellt.
In den Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur vereinen sich die Sammlungsbestände des Kulturhistorischen Museums und der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften. Sie sind herzlich eingeladen, in unsere Erlebniswelt einzutauchen, Neues zu entdecken, sich inspirieren zu lassen, ins Gespräch zu kommen, sich auf vielfältige Weise mit einzubringen. Wir freuen uns auf Sie!
In unseren Ausstellungsgebäuden Kaisertrutz, Barockhaus, Reichenbacher Turm und Nikolaiturm präsentieren wir insgesamt zehn Dauerausstellungsbereiche und wechselnde Sonderausstellungen. Unsere Häuser können Sie bequem mit einem Kombiticket an zwei aufeinander folgenden Tagen oder auch nur einzeln besuchen. Zu den Sonder- aber auch zu den Dauerausstellungen bieten wir öffentliche und buchbare Führungen und Formate an.
Mit etwa 500.000 Einzelobjekten in der archäologischen Sammlung, mehr als 60.000
Werken in den Beständen des Graphischen Kabinetts sowie ca. 1.000 Gemälden zählen die Sammlungen des Kulturhistorischen Museums in einigen Bereichen zu den bedeutendsten Sammlungen im Osten Deutschlands.
Die Geschichte des Museums reicht dabei mehr als dreihundert Jahre zurück. Schon seit der Barockzeit sammelten der Görlitzer Rat und vermögende Familien Kunstwerke und kulturgeschichtliche Artefakte.
Heute zählen mit Kaisertrutz, Reichenbacher Turm, Barockhaus und Nikolaiturm vier
Gebäude zum Kulturhistorischen Museum. Sie sind der größte Museumskomplex der
Stadt und eine wichtige Institution für Wissenschaft und Bildung zwischen Dresden,
Breslau/Wrocław und Prag/Praha.
Das Biblische Haus, in dem sich die Verwaltung der Görlitzer Sammlungen befindet, kann derzeit nur im Rahmen von Führungen besichtigt werden.
Die Geschichte der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften (OLB) beginnt 1726 mit dem Testament des Juristen Johann Gottlieb Milich aus Schweidnitz/ Świdnica. Heute ist sie als wissenschaftliche Regionalbibliothek eines der wichtigsten öffentlichen Sammlungs- und Informationszentren zwischen Dresden und Breslau/Wrocław. Ein Sammlungsschwerpunkt liegt auf der Oberlausitz und Niederschlesien. Mit ihren Beständen unterstützt sie insbesondere Wissenschaft und Forschung, steht aber gleichermaßen allen privaten Interessenten offen. Bei den rund 150.000 Medien handelt es sich überwiegend um Präsenzbestände, die zum Großteil auch im Online-Katalog verzeichnet und recherchierbar sind. Ein moderner Lesesaal mit Freihandbereich bietet im Richard-Jecht-Haus ideale Möglichkeiten für die Recherche- und Forschungsarbeit.