Die Natur erwacht
Faszinierend lebendig wirken die Skizzen von Menschen und Tieren, die aktuell im Graphischen Kabinett in der Sonderausstellung »KLENGEL & KLASS. Zeichenkunst um 1800« zu sehen sind ...weiterlesen
Faszinierend lebendig wirken die Skizzen von Menschen und Tieren, die aktuell im Graphischen Kabinett in der Sonderausstellung »KLENGEL & KLASS. Zeichenkunst um 1800« zu sehen sind ...weiterlesen
Unsere Ausstellungsetagen im Barockhaus sind derzeit leider nicht barrierefrei zugänglich, da der Aufzug momentan außer Betrieb ist ...weiterlesen
Im bekannten historischen Bibliothekssaal der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur im Barockhaus entstand unlängst ein außergewöhnlicher Tanzfilm: »RECREATING GATSBY«. Es war ein berührender Moment, die Tanzcompagnie des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau (GHT) im Bibliothekssaal begrüßen und in Aktion erleben zu dürfen ...weiterlesen
Die neue Ausgabe des Görlitzer Magazins ist nun in unseren Museumsshops erhältlich – ein ideales Geschenk für alle, die gern ihren Wissensschatz über Görlitz und die Region erweitern ...weiterlesen
Ein Werk der Superlative – der monumentale, zwölfbändige »Atlas Maior« – ist nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wieder in die Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften (OLB) zurückgekehrt und für die Öffentlichkeit nun zugänglich ...weiterlesen
Das Landesamt für Archäologie Sachsen stellte am 22. August 2025 im Beisein von Ministerpräsident Michael Kretschmer einen spektakulären Bronzezeit-Hortfund aus Klein Neundorf bei Görlitz erstmals der Öffentlichkeit vor ...weiterlesen
Haben Sie Lust, in ein faszinierendes Kapitel Görlitzer Kunstgeschichte einzutauchen? Dann legen wir Ihnen die jüngst erschienene Publikation ans Herz: »Die Suchenden. Die Kunst des Jakob-Böhme-Bundes«...weiterlesen
Faszinierend lebendig wirken die Skizzen von Menschen und Tieren, die aktuell im Graphischen Kabinett im Barockaus zu sehen sind.
Hier haben wir einige Impressionen von der Ausstellungseröffnung »KLENGEL & KLASS. Zeichenkunst um 1800« am 26. März 2026 zusammengestellt.
Um 1800 galt Dresden als ein Zentrum der bildenden Künste in Mitteleuropa. Johann Christian Klengel und Friedrich Christian Klass prägten diese Kunstlandschaft über Jahrzehnte hinweg – als Künstler, Lehrer und aufmerksame Beobachter der Natur. Sie gelten als Wegbereiter für die Landschaftskunst der Romantik und für Künstler wie Caspar David Friedrich.
Übrigens: Diese Schau führt bereits thematisch zu unserer große Sonderausstellung »TRAUMZEIT. Zeichenkunst der Romantik« hin, die vom 25. April 2026 bis 3. Januar 2027 im Görlitzer Kaisertrutz zu sehen sein wird.
»KLENGEL & KLASS. Zeichenkunst um 1800«
Laufzeit: bis 20.09.2026
Ort: Graphisches Kabinett im Barockhaus, Neißstraße 30, Görlitz
Eintritt: 6 Euro | ermäßigt 4 Euro | frei für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Das Ticket gilt für alle Ausstellungsbereiche im Barockhaus.
Hinweis zur Barrierefreiheit im Barockhaus
Unsere Ausstellungsetagen im Barockhaus sind derzeit leider nicht barrierefrei zugänglich, da der Aufzug momentan außer Betrieb ist. An der Behebung des technischen Defekts wird bereits gearbeitet.
Wir bitten um Ihr Verständnis und entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten. Sobald der Aufzug wieder funktioniert, informieren wir Sie umgehend.
Der Johannes-Wüsten-Saal ist barrierefrei erreichbar.
Ihr Team der Görlitzer Sammlungen
Im bekannten historischen Bibliothekssaal der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur im Barockhaus (Neißstraße 30) entstand unlängst ein außergewöhnlicher Tanzfilm: »RECREATING GATSBY«. Es war ein berührender Moment, die Tanzcompagnie des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau (GHT) in unserem Bibliothekssaal begrüßen und in Aktion erleben zu dürfen. Dass dieser besondere Ort zur Bühne für ein so poetisches Filmprojekt wurde, erfüllt uns mit großer Freude.
Inspiriert von »The Great Gatsby« von F. Scott Fitzgerald und anknüpfend an das große immersive Theatererlebnis »Gatsby!« des GHT im vergangenen Jahr, tauchen hier die Tänzerinnen und Tänzer in die Welt der Bücher und des Erzählens ein. Aus der Stille des Lesens heraus entsteht Bewegung: Impulse wandern von Körper zu Körper, formen parallele choreografische Abläufe zwischen den Regalen und der historischen Einrichtung.
Eine eigens für diesen Film geschaffene Musik lässt das fragile Gefüge kippen – Ordnung wird zu Chaos, Bewegungen überlagern sich, Bücher werden zu Objekten des Suchens, Trennens und Verbindens. Es entstehen intime Duette und kraftvolle Gruppenszenen, in denen sich Beziehungen und Rollen verschieben. Schließlich kehrt Ruhe ein – wie ein Buch, das behutsam geschlossen wird.
Die Premiere des Films wird am Donnerstag, 23.04.2026, im Rahmen des Sächsischen Theatertreffens im Görlitzer Theater stattfinden.
Das Projekt: Recreating Gatsby – Ein Tanzfim der Tanzcompagnie Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau | Choreografie/Regie: Massimo Gerardi | Kamera und Schnitt: Julius Günzel | Musik: Jan Satler | Gefördert von der Sächsischen Landesmedienanstalt. Eine Kooperation zwischen der Tanzcompagnie des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau und den Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur.
Die neue Ausgabe des Görlitzer Magazins ist nun in unseren Museumsshops erhältlich – ein ideales Geschenk für alle, die gern ihren Wissensschatz über Görlitz und die Region erweitern.
Im Titelinterview spricht der Künstler Hans-Peter Menge darüber, warum „Schönheit immer eine Gratwanderung“ ist, über seine Begegnung mit Pop-Art-Ikone Andy Warhol in New York und über „Schwebende Malerei“.
Zudem bietet die Ausgabe vielfältige Beiträge, u. a. zu diesen Themen: • Zauberei- und Hexenprozesse im frühneuzeitlichen Görlitz • Das monumentale Kruzifix aus der Görlitzer Dreifaltigkeitskirche • Kurt Arnade – deutscher Offizier und Jude • Eine Zürcher Bibel aus dem Besitz von Bartholomaeus Scultetus • Die Anfänge der Meteorologie • Die Giese-Chronik aus der Zeit des Nationalsozialismus • 25 Jahre Freunde der Görlitzer Sammlungen e. V.
Das Magazin ist in unseren Museumsshops im Kaisertrutz (Platz des 17. Juni 1) und im Barockhaus (Neißstraße 30) erhältlich. Außerdem können Sie es bequem bei uns online bestellen. Zur online-Bestellung
Das jährlich erscheinende Magazin bietet spannende Einblicke in Geschichte, Kunst und Kultur der Stadt Görlitz und ihrer Umgebung. Herausgegeben von der Stadt Görlitz, den Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur und dem Verein der Freunde der Görlitzer Sammlungen e. V.
Görlitzer Magazin Nr. 37: Verlag Gunter Oettel | 15 € | Softcover | 120 Seiten | ISBN 978-3-910669-21-5
Ein Werk der Superlative ist wieder in die Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften (OLB) zurückgekehrt und für die Öffentlichkeit nun zugänglich. Er gilt als das teuerste Werk seiner Zeit und als einer der bedeutendsten kartographischen Schätze des 17. Jahrhunderts – der monumentale, zwölf Bände umfassende »Atlas Maior«.
Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten ist einer der bedeutendsten kartographischen Kostbarkeiten zurück in der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften (OLB): die seltene französische Zwölf-Bände-Ausgabe des »Atlas Maior« von Joan Blaeu. Das monumentale Werk, entstanden 1663 in Amsterdam, gilt als das größte Kartenwerk seiner Zeit und vereint zahlreiche Superlative – mehr als 3.000 Textseiten, rund 600 Karten, aufwändige Pergamenteinbände mit Goldverzierungen und ein Gesamtgewicht von rund 80 Kilogramm.
Ein Meisterwerk der Kartografie
»Der Atlas Maior gilt als das teuerste Werk seiner Zeit und das aufwändigste jemals realisierte Kartografieprojekt«, erklärt Dr. Steffen Menzel, Leiter der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften. »Der Atlas war der Höhepunkt der niederländischen Kartografie im Barock und wurde in seiner Zeit sogar als Staatsgeschenk verwendet. So erhielt Sultan Mehmed IV. 1668 eine lateinische Ausgabe direkt von der holländischen Regierung. Er kostete damals 450 Gulden, etwa den Jahreslohn eines gutverdienenden Handwerkers. Heute wäre das ein Gegenwert von rund 50.000 Euro. Auf Auktionen erzielen vollständige Ausgaben inzwischen Summen von bis zu 600.000 Euro.«
In die Görlitzer Bibliothek gelangte der Atlas im Jahr 1800. Johann Gottfried Geißler, einst Konrektor des Gymnasiums Augustum, verkaufte das Werk für den »Freundschaftspreis« von 16 Reichstalern. »Allein der Transport der 80 Kilogramm schweren Atlasbände nach Görlitz dürfte ähnlich viel gekostet haben«, sagt Dr. Steffen Menzel.
Über die Jahrhunderte hatte der Atlas deutliche Spuren der Nutzung davongetragen. Eine Leipziger Restaurierungsfirma nahm sich mit großem Fachwissen des gewichtigen Werkes an. Die Maßnahmen umfassten unter anderem eine gründliche Trockenreinigung aller Seiten, die Befestigung gelöster Karten sowie die Stabilisierung und Restaurierung der prächtigen Pergamenteinbände. Nun sind alle Bände zusätzlich in speziell angefertigten Schutzverpackungen aus säurefreiem Karton gesichert.
Möglich wurde die Restaurierung durch die Förderung der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK), finanziert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), die Kulturstiftung der Länder sowie die Landesstelle für Bestandserhaltung an der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden. Die Kosten beliefen sich auf rund 10.000 Euro, wovon die Bibliothek einen Eigenanteil von zehn Prozent trug.
Zugang für die Öffentlichkeit
»Einige Bände mussten wir zuletzt sogar sperren, um weitere Schäden zu vermeiden«, berichtet Steffen Menzel. »Jetzt sind wir froh, dieses Meisterwerk wieder zeigen zu können – in einem Zustand, der auch kommenden Generationen den Zugang sichert.«
Die interessierte Öffentlichkeit hat von nun an die Möglichkeit, den Atlas wieder genauer zu betrachten: Im Rahmen der wöchentlichen Montagsführungen der OLB wird der erste Band präsentiert, darüber hinaus können Bibliotheksnutzer das Werk im Lesesaal einsehen. Auch die Fachwelt nimmt regen Anteil: Auf der SLUB-Tagung am 24. September 2025 wird Dr. Steffen Menzel das Restaurierungsprojekt in Dresden näher vorstellen.
»Der Atlas ist nicht nur ein Schatz der Kartografiegeschichte, sondern auch ein lebendiges Zeugnis der europäischen Wissens- und Kulturgeschichte«, so Dr. Steffen Menzel. »Wir freuen uns sehr, dass er nun wieder in Görlitz zugänglich ist – und damit die ganze Welt in zwölf Bänden zurück in unsere Stadt gekommen ist.«
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Informationen kompakt
Das Landesamt für Archäologie Sachsen stellte am 22. August 2025 im Beisein von Ministerpräsident Michael Kretschmer einen spektakulären Bronzezeit-Hortfund aus Klein Neundorf bei Görlitz erstmals der Öffentlichkeit vor.
Mit 16 kg Bronze und 310 Objekten – darunter Schmuck, Waffen und Geräte – handelt es sich um den bislang zweitgrößten bronzezeitlichen Schatzfund im Freistaat Sachsen und den größten in der Oberlausitz. Auch bei uns ist die Freude darüber groß. Denn: Bereits im Jahr 1900 wurden in Klein Neundorf drei Bronzedolche entdeckt, von denen einer in unserer Dauerausstellung im Kaisertrutz Görlitz zu sehen ist.
Die Idee, die historische Fundstelle von 1900 mit moderner Technik noch einmal gezielt zu untersuchen, kam von unserem Direktor Dr. Jasper von Richthofen. Gemeinsam mit dem Landesamt für Archäologie Sachsen initiierte er 2023 die Nachsuche, die schließlich zu dem bedeutenden Neufund führte.
„Uns war der historische Fundort der Klein Neundorfer Dolche in etwa bekannt. Insofern lag es auf der Hand, nachzusehen, ob noch weitere zu den Dolchen gehörige Fundstücke unentdeckt im Boden ruhen. Dass wir aber so erfolgreich sein würden, hat keiner der Beteiligten erwartet“, berichtet Jasper von Richthofen. „Besonders ist, dass die Masse der Funde über 3000 Jahre unberührt im Boden schlummerte und en block geborgen werden konnte. Der Block wurde dann mit großer Sorgfalt und ohne Zeitdruck im Labor ausgegraben. Zu danken ist vor allem dem ehrenamtlichen Mitarbeiter Henry Herrmann, der letztlich die Stelle entdeckt hat.“
Nach der Sonderausstellung im Kaisertrutz Görlitz wird der neue Hortfund derzeit restauriert und wissenschaftlich untersucht.
Haben Sie Lust, in ein faszinierendes Kapitel Görlitzer Kunstgeschichte einzutauchen? Dann legen wir Ihnen diese jüngst erschienene Publikation ans Herz: »Die Suchenden. Die Kunst des Jakob-Böhme-Bundes«.
Anlässlich des 400. Todestages von Jacob Böhme im letzten Jahr widmeten wir eine große Sonderausstellung im Kaisertrutz einer ganz besonderen Künstlergruppe: dem Jakob-Böhme-Bund. In den Jahren 1920 bis 1924 war diese Vereinigung in und von Görlitz aus aktiv – ihre Mitglieder suchten nach neuen künstlerischen Ausdrucksformen, inspiriert vom Denken Jacob Böhmes.
Zum diesjährigen 450. Geburtstag des Mystikers ist diese Publikation genau die passende Lektüre – kurzweilig, informativ und ausgesprochen schön. Autor Kai Wenzel präsentiert darin neben zahlreichen Abbildungen auch spannende Hintergründe zu Künstlerinnen und Künstlern, ihren Werken und der Zeit.
Erhältlich ist diese Broschüre in unseren Museumsshops im Barockhaus (Neißstraße 30) und im Kaisertrutz (Platz des 17. Juni 1) und in unserem Online-Shop.
Preis: 19,90 € | 104 Seiten | Format: 21 x 28 cm | Softcover | Herausgegeben von den Görlitzer Sammlungen, erschienen im Verlag Gunter Oettel