Zusätzliche Führungen von April bis Oktober

Ab April bieten die Görlitzer Sammlungen saisonal wieder zusätzliche Führungen in der Oberlausitzischen Bibliothek mit historischem Büchersaal sowie im Biblischen Haus an.

Montags 11:00 Uhr – am Schließtag des Kulturhistorischen Museums – übernehmen die MitarbeiterInnen der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften die Führung. Sie beginnt im Handwerk 2, wo sich Ausleihe und Lesesaal der größten regionalwissenschaftlichen Bibliothek befinden. Hier erfahren die Gäste mehr über die Geschichte und Bedeutung dieser öffentlichen Einrichtung. Sozusagen über das Hintertürchen gelangen die Besucher ins Barockhaus Neißstraße 30. Nach einem Blick in die Regalreihen der Milich´schen Bibliotheke mit dem ältesten Bestand führt der Rundgang in den eindrucksvollen historischen Büchersaal. Er wurde nach dem Vorbild der Franckeschen Stiftungen in Halle und adliger Privatbüchereien in Mitteldeutschland und Schlesien errichtet. In den Triumphbögen des Wissens, die den Saal kulissenartig gliedern, stehen rund 20.000 Bände. Das ist ein Teil dessen, was die Mitglieder der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften gestiftet haben. Heute stehen die Bücher den Nutzern der Oberlausitzischen Bibliothek zur Verfügung.
Treffpunkt für die Führung ist die Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften, Handwerk 2.
Kosten pro Person: 5,00 Euro/ ermäßigt 3,50 Euro
Der historische Bibliothekssaal kann immer zu den regulären Öffnungszeiten des Museums – ab April Dienstag bis Donnerstag 10:00 bis 17:00 Uhr, Freitag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr – besichtigt werden.

Ab 5. April öffnen die MitarbeiterInnen des Kulturhistorischen Museums freitags 11:00 Uhr auch wieder die Türen des Biblischen Hauses, Neißstraße 29.
Das Biblische Haus ist eines der bedeutendsten deutschen Bürgerhäuser aus der Renaissancezeit in Görlitz. Um 1570 ließ der aus Weimar stammende Waidhändler Hans Heinze das Haus errichten. Namensgebend sind die straßenseitig angebrachten Fassadenreliefs, die Szenen aus dem Alten und aus dem Neuen Testament zeigen. Das Sitznischenportal hebt sich durch die flankierenden Säulen von anderen Görlitzer Portalen dieses Typs ab. Der ehemals vorhandene Giebel fiel 1726 einem Stadtbrand zum Opfer. An der hofseitigen Fassade haben sich Reste einer Sgraffitogestaltung erhalten.
Im Inneren weist das Biblische Haus typische Hallenhausstrukturen auf, von besonderer Schönheit ist die schmale Zentralhalle. Im ersten Zwischengeschoss befindet sich ein prächtiger Renaissancesaal mit einer bemalten Holzbalkendecke. Von einem Vorgängerbau stammt ein ungewöhnlicher, fast quadratischer Gewölberaum im Erdgeschoss. Dessen vier Kreuzgewölbe stützen sich in der Mitte auf einen aus Granit gefertigten Pfeiler mit achteckigem Grundriss.
Die Görlitzer Sammlungen laden freitags 11:00 Uhr zu einer Kurzführung ins Biblische Haus, Neißstraße 29, ein. Tickets zum preis von 3,50 Euro pro Person sind an der Museumskasse im Barockhaus Neißstraße 30 erhältlich.