Führungen im Biblischen Haus und in den historischen Bibliotheksräumen

Noch bis zum 30. Oktober laden die Görlitzer Sammlungen zu bsonderen Führungen ein – montags, 11:00 Uhr durch die historishen Bibliotheksräume im Barockhaus Neißstraße 30 und freitags, 11:00 Uhr im Biblischen Haus, Neißstraße 29:

Führung durch das Biblische Haus – Einblick in eines der schönsten Görlitzer Hallenhäuser
freitags 11:00 Uhr, Treffpunkt: Kasse Barockhaus Neißstraße 30

Kosten pro Person: 3,50 Euro

Das in den Jahren 1570 bis 1572 für den Waidhändler Hans Heinze errichtete Biblische Haus steht in seiner Anlage beispielhaft für das Görlitzer Handelshaus des 16. Jahrhunderts. Namensgebend waren die straßenseitig angebrachten Fassadenreliefs, die Szenen aus dem Alten und aus dem Neuen Testament darstellen. Das Sitznischenportal hebt sich durch die flankierenden Säulen von anderen Görlitzer Portalen dieses Typs ab.
Von einer gewölbten Eingangshalle führt der Weg über die Treppenhalle in die oberen Geschosse. Im ersten Zwischengeschoss befindet sich ein prächtiger Renaissancesaal mit einer historischen, farbig gefassten Holzbalkendecke.
Daran schließt sich ein gewölbter Raum an, der – wie in anderen Görlitzer Häusern auch – als Aufbewahrungsort für wertvolle Gegenstände und Dokumente gedient haben könnte Von einem Vorgängerbau stammt ein ungewöhnlicher, fast quadratischer Gewölberaum im Erdgeschoss, der mit einem, auf einer Mittelstütze ruhenden Kreuzgewölbe ausgestattet ist und aus dem 14. Jahrhundert stammen dürfte.
Heute befinden sich in dem Gebäude die Büros der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kulturhistorischen Museums und der Kulturverwaltung der Stadt Görlitz.

Zusätzliche Führung durch den historischen Bibliothekssaal
montags, 11:00 Uhr, Treffpunkt: Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften, Handwerk 2
Kosten pro Person: 5,00/ ermäßigt 3,50 Euro

Für die Mitglieder der 1779 gegründeten Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften war eine Bibliothek selbstverständlich. Werke zu Geschichte, Ökonomie, Naturgeschichte und Philosophie spiegeln das Profil der Gelehrtenvereinigung wider. Geschichte und Landeskunde der Region zwischen Dresden und Breslau/Wrocław bildeten später den Sammlungsschwerpunkt. 1801 verfügten die Gesellschaftsgründer Karl Gottlob von Anton und Adolf Traugott v. Gersdorf, dass nach ihrem Tod ihre Privatbibliotheken der Gesellschaft übereignet werden sollten. Schriftentausch, Geschenke und Ankäufe ließen den Bestand inzwischen auf rund 150 000 Bände anwachsen. Ab 1943 wurden die Sammlungen kriegsbedingt verlagert, wertvolle Handschriften, Inkunabeln und Drucke wurden in Orte östlich der Neiße gebracht. Die heutige Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften entstand 1951 durch die Zusammenlegung der Milich’schen Bibliothek und der historischen Gesellschaftsbibliothek. Sie hat ihren Sitz im Richard-Jecht-Haus, in dem ein moderner Lesesaal und umfangreiche Freihandbestände zur Verfügung stehen.

Der historische Büchersaal kann auch zu den regulären Öffnungszeiten des Kulturhistorischen Museums Görlitz (Dienstag bis Donnerstag 10:00 bis 17:00 Uhr, Freitag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr) im Barockhaus Neißstraße 30 besichtigt werden.

Hinweis: Aufgrund der aktuellen Situation können Führungen nur mit einereingeschränkten Teilnehmerzahl und unter Einhaltung der derzeit gebotenen Abstands- und Hygieneregeln angeboten werden. Wir bitten unsere Gäste daher, sich im Vorfeld zu informieren und die Möglichkeit der telefonischen Voranmeldung unter 03581 671410 zu nutzen.