Sonderausstellung “950 Jahre Zukunft”

Sonderausstellung
950 Jahre Zukunft Görlitz Zgorzelec
Juni 2021 bis 2. Januar 2022
Kulturhistorisches Museum Görlitz Kaisertrutz, Platz des 17. Juni 1, 02826 Görlitz

Immer wieder standen die Menschen in Görlitz und Zgorzelec im Laufe der 950jährigen Geschichte vor großen Herausforderungen. Sie mussten Katastrophen, Schicksalsschläge oder Ängste vor Veränderungen überwinden. Manchmal eröffneten sich neue Perspektiven. Oftmals mussten weitreichende Entscheidungen getroffen werden.
Was sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zu ziehen scheint, hat den Zeitgenossen Mut, Zuversicht und den Willen zur Gestaltung abgerungen.

In der neuen Sonderausstellung im Kaisertrutz präsentieren die Görlitzer Sammlungen beispielhaft Höhen und Tiefen der Stadtgeschichte – von der Ersterwähnung 1071 bis zur unmittelbaren Gegenwart. Darüber hinaus eröffnet die Ausstellung einen Blick in die Zukunft und lädt die Besucherinnen und Besucher zur Mitwirkung ein.

Auf großen Monitoren begegnen die Gäste in der Ausstellung realen und fiktiven Personen der Stadtgeschichte. Laien, lokale Künstlerinnen und Schauspieler des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau sind in die Rollen von Zeitzeugen geschlüpft und erzählen von der Entstehung der städtischen Gemeinschaft, von verpassten Chancen, von Krankheiten, Kriegen und Feuerkatastrophen sowie den Chancen der Europastadt Görlitz/Zgorzelec.

Auch heute stehen die Einwohnerinnen und Einwohner in Görlitz und Zgorzelec vor Herausforderungen, deren Reichweite in die Zukunft nicht zu überschauen ist. Klima- und gesellschaftlicher Wandel sowie tiefgreifende Veränderungen der wirtschaftlichen Strukturen erfordern ein Umdenken.

Octavian Ursu, Oberbürgermeister der Großen kreisstadt Görlitz, und Rafał Gronicz, Bürgermeister der Stadt Zgorzelec
Octavian Ursu, Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Görlitz, und Rafał Gronicz, Bürgermeister der Stadt Zgorzelec laden zum Besuch der Sonderausstellung “950 Jahre Zukunft Görlitz Zgorzelec” in den Kaisertrutz ein.

Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu und der Zgorzelecer Bürgermeister Rafał Gronicz laden in ihrem Videogruß die Görlitzer- und Zgorzelecer*innen herzlich zum Besuch der Ausstellung ein. >>>
Auch die Görlitzer Sammlungen laden die Bürgerinnen und Bürger beiderseits der Neiße ein, in der Ausstellung ihre Vision der Europastadt im Jahr 2051 darzustellen und auch zu anderen Themen ihre Meinung zu hinterlassen.

Mit der Gestaltung haben die Görlitzer Sammlungen die Leipziger Agentur Kocmoc.net beauftragt. Im Ergebnis überrascht die Ausstellung nicht nur in ihrer Farbigkeit mit vorherrschend hellen Gelbtönen und Linien auf dem Fußboden, sondern auch mit verschiedenen Zeit-Themen-Inseln im Raum. Jahreszahlen verknüpfen sich mit bedeutenden Ereignissen der Stadtgeschichte, die Inhalte der Videos auf den Monitoren, Texte und Exponate werden auf den Podesten zusammengeführt. Grafische Linien verbinden verschiedene Inseln im Raum und führen zu weiterführenden „Links“ an den Außenwänden, die auf Parallelen in der Geschichte hinweisen.

In den Vitrinen befinden sich rund 100 Exponate, die überwiegend aus dem Sammlungsbestand des Kulturhistorischen Museums stammen und durch Leihgaben des Sächsischen Staatsarchivs, Hauptstaatsarchiv Dresden, des Muzeum Regionalne w Lubaniu, der Städtischen Museen Zittau und des Oberbürgermeisters a. D., Prof. Dr. Rolf Karbaum, ergänzt wurden. Zu den herausragenden Zeugnissen der Stadtgeschichte gehört die Schenkungsurkunde König Heinrichs IV. vom 11. Dezember 1071, die in der Sonderausstellung als Leihgabe im Original zu sehen ist.

Begleitet wird die Sonderausstellung von einem Veranstaltungsprogramm, das viele Möglichkeiten zur Mitwirkung bieten soll.
Kuratorenführung: 15. August, 19. September, 17. Oktober, 21. November, 19. Dezember, 2. Januar (Finissage), jeweils 15:00 Uhr
In den Sommerferien bieten wir folgende Familienführungen an. >>>

Einen ersten Blick in die Sonderausstellung werfen kann man auch online: Über den virtuellen Rundgang des Museums (bitte klicken Sie hier >>> – der Link führt zu einer externen Seite.) gewinnt man einen Eindruck der Sonderschau, der garantiert die Neugier zu einem persönlichen Besuch weckt!

Die Ausstellung ist zweisprachig konzipiert, alle Informationen sind in deutscher und polnischer Sprache verfügbar.

Die Görlitzer Sammlungen danken allen Mitwirkenden:
Texte und Konzeption: Ines Haaser,  Kai Wenzel, Dr. Jasper von Richthofen
Lektorat, Exponatmanagement, Pädagogik, Marketing, Werbegrafik: Team Görlitzer Sammlungen
Übersetzungen und Untertitel: Ewa Czerwiakowski, Sylwia Makowska
Gestaltung, Planung, Grafik und Satz: Kocmoc.net (Leipzig)
Illustrationen: Bertil Brahm
Film und Filmtechnik: WalkoMedia (Markersdorf)
Ausstellungsarchitektur: Jörg Mühleisen (Callenberg)
Druck: Pai Werbung (Löbau)
Schauspieler: Andreas Rüdiger, Anne Swoboda, Carsten Arbel, Hans-Peter Struppe, Jakob Gilg, Stefan Bley, Marc Schützenhofer, Julia Boegershausen, Piotr Ozimkowski, Jens Walkowiak
Zeitzeugen: Matthias Schneider, Sylwia Makowska
Partner: Gerhard-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau
Leihgeber: Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden, Muzeum Regionalne w Lubaniu, Städtische Museen Zittau, Oberbürgermeister a. D. Prof. Dr. Rolf Karbaum

Eintritt
Museum Kaisertrutz + Sonderausstellung: 8,00 Euro/ ermäßigt 6,00 Euro
nur Sonderausstellung: 5,00 Euro/ ermäßigt 4,00 Euro
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.