Neue Leihgabe in der Galerie der Moderne ausgestellt

Die Görlitzer Sammlungen sind durch die Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden jüngst „auf den Hund gekommen“. Seit der Eröffnung der Galerie der Moderne stellt der Kunstfonds des Freistaates Sachsen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden regelmäßig wechselnd ein Werk zeitgenössischer Kunst aus Sachsen im Görlitzer Kaisertrutz aus. Aktuell präsentiert der Kunstfonds jedoch kein Gemälde, sondern eine Skulptur mit dem Titel „Heimat XI“ von Bruno Raetsch.
Bruno Raetsch, geboren 1962, ist Bildhauer und Inhaber einer Professur für Plastik/Bildhauerei an der Burg Giebichenstein in Halle. Sein Schaffen konzentriert sich auf das Material Holz, das er ohne Vorzeichnung und Modell bearbeitet und aus dem er mit der Kettensäge und der Unmittelbarkeit der expressiven Geste ungelenke Archetypen von Land und Leuten modelliert.

„Heimat XI“ ist Teil einer größeren Werkgruppe. Die gut zwei Meter hohe Holzfigur des Wanderers mit Halstuch verliert bei genauer Betrachtung ihre Harmlosigkeit: Schnürstiefel, die keulenartigen Gebilde auf dem Rücken, der an einen Patronengurt erinnernde Gürtel und die zähnefletschende Bulldogge, die dem Betrachter entgegenspringt, evozieren einen bedrohlichen Eindruck. Die Skulptur wurde 2011 als Förderankauf der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen für den Kunstfonds erworben.