Biblisches Haus

Biblisches Haus

Das einzigartige Hallenhaus wurde in den Jahren 1570 bis 1572 als Wohn- und Handelshaus an der via regia für den Erfurter Waidkaufmann Hans Heinze errichtet. Von einer zentralen Haushalle aus erschließen sich verschiedene Ebenen, die Raum für Handel und Wohnen boten. Es gehört zu den am besten erhaltenen Gebäuden der Renaissance in Görlitz und gibt steinernes Zeugnis vom einstigen Reichtum der Stadt und seiner Bürger. Sein Eigenname „Biblisches Haus“ leitet sich von der aufwendigen Fassadenverzierung ab, die in zwei Reliefbändern Szenen aus dem Alten und Neuen Testament zeigt.

Bis in die 1980er Jahre wurde es als Wohngebäude genutzt, musste dann aufgrund des schlechten baulichen Zustands geräumt werden. In den Jahren 2000 bis 2004 konnte das Haus mit Unterstützung der Wüstenrot-Stiftung saniert und restauriert werden. Seit 2009 hat die Verwaltung des Kulturhistorischen Museums hier ihren Sitz.

Es ist das einzige Görlitzer Hallenhaus in kommunalem Besitz.
Das Gebäude verfügt über einen Vortrags- und Besprechungsraum (historischer Renaissancesaal) mit einer Kapazität von ca. 30 Personen. Geplant ist es, das Objekt künftig als Ausstellungshaus zu nutzen und in Teilen öffentlich zugänglich zu machen.

HINWEIS: Für einen Blick hinter die Fassade öffnen die Mitarbeiter des Museums von April bis Oktober sowie während des Schlesischen Christkindelmarktes freitags 11:00 Uhr die Türen.
Tickets für die Führung können Sie zum Preis von 5,00 Euro/Person (ermäßigt 3,50 Euro/Person) im benachbarten Museum Barockhaus Neißstraße 30 erwerben. Die Führung findet mit Erreichen einer Mindestteilnehmerzahl von 5 Personen statt.