Freunde der Görlitzer Sammlungen e. V.

Görlitz ist eine kultur- und geschichtsträchtige Stadt. Mehr denn je bedürfen die Kultureinrichtungen heute der privaten Förderung. Der Förderverein unterstützt deshalb die Arbeit des Kulturhistorischen Museums und der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften, die gemeinsam die „Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur“ bilden. Unser Verein hilft mit Ideen, Personen und Geld. In einem Faltblatt hier >>> informieren wir über uns und unsere Arbeit. Sie sind interessiert und möchten noch mehr wissen? Dann schauen Sie sich doch unsere Aufgaben und Ziele an.

Bitte um Spenden für Theatermanuskript

Die Freunde der Görlitzer Sammlungen e.V. helfen dem Kulturhistorische Museum und der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften beim Schutz, bei der Erhaltung und der Sicherung von Kulturgut. Seit kurzem wirbt der Verein um Mittel für die Restaurierung der Urfassung des Theaterstücks „Galeazzo Sforzas Tod“ aus der Feder des Oberlausitzer Dichters Friedrich v. Uechtritz. Das originale Manuskript stammt aus dem Jahr 1822, zusammen mit einem begleitenden Text ist es nun an der Museumskasse im Barockhaus Neißstraße 30 ausgestellt.
Um es längerfristig für die Nachwelt erhalten zu können, bedarf es einer behutsamen Behandlung durch einen Restaurator. Die Handschrift muss zunächst trocken gereinigt werden, dabei wird oberflächlicher Schmutz und Staub mit einem Naturkautschuk-Schwamm oder auch Radiergummi abgenommen. Dann müssen die Papiere geglättet, Fehlstellen ergänzt und das Manuskript neu gebunden werden. Der Kostenaufwand beträgt ca. 700 Euro. Für die Unterstützung des Vorhabens wären die Görlitzer Sammlungen sehr dankbar.

Der Görlitzer Malerwinkel. Eine Neuerwerbung für das Kulturhistorische Museum

Moritz Werner, Der Görlitzer Malerwinkel, 1914
Moritz Werner, Der Görlitzer Malerwinkel, 1914, Öl auf Leinwand (Foto: Kai Wenzel)

Der Verein der Freunde der Görlitzer Sammlungen e.V. konnte für das Kulturhistorische Museum aus altem Görlitzer Privatbesitz ein Gemälde erwerben, das den Görlitzer Malerwinkel zeigt. So bezeichnete man früher den Blick von der Bäckerstraße über die Höfe der Häuser Untermarkt 4 und 5 zum Rathausturm. Durch die vielfältige Hinterhofbebauung, die heute nicht mehr existiert, ergab sich hier ein bei Künstlern beliebtes, pittoreskes Motiv. Auch der Görlitzer Maler Moritz Werner hielt es 1914 im Gemälde fest. In spätromantischem Stil schilderte er das Motiv stimmungsvoll und detailreich. Gleichzeitig erzählt sein Bild auch ein Stück Görlitzer Kulturgeschichte, indem es den Kohlenhändler Moritz Roeder (ehemals Untermarkt 5) vor seiner Hofeinfahrt porträtiert. Ein Fuhrwerk und mehrere Handwagen im Hintergrund sowie der Firmenname links im Bild verweisen auf Roeders Geschäftsbetrieb.
Der Maler Moritz Werner gehört zu den in Vergessenheit geratenen Görlitzer Künstlerpersönlichkeiten des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Anhand der Adressbücher lässt sich seine Tätigkeit als „Kunstmaler“ zwischen 1888 und 1926 verfolgen. Allerdings besitzt das Kulturhistorische Museum bisher nur wenige Werke von ihm. Das nun von den Freunden der Görlitzer Sammlungen erworbene Gemälde ist daher eine wertvolle Ergänzung der Museumssammlung.

Spendensammlung zur Restaurierung des Begleitheftes zum Mont Blanc

Die Freunde der Görlitzer Sammlungen haben 2019 eine Spendensammlung zur Restaurierung des Begleitheftes zum Alpenmodell des Mont Blanc ins Leben gerufen. Adolf Traugott v. Gersdorf hat das hölzerne Modell des Mont-Blanc-Massivs während seiner Schweiz-Reise im Jahr 1786 bei dem Geologen, Bergsteiger und Hüttenfachmann Charles Francois Exchaquet erworben. Zur Erläuterung der abgebildeten Landschaft lag ein Begleitheft in französischer Sprache bei. Das Görlitzer Exemplar enthält neben dem französischen Text eine deutsche Übersetzung von v. Gersdorfs Hand. Mit den Spenden werden die Blätter nun gereinigt und geglättet sowie eine Schutzhülle gefertigt.

Wie die Heilige Dorothea in den Kaisertrutz kam

Doris Baum: Heilige Dorothea – 1700 Jahre später

Seit der Eröffnung der Galerie der Moderne stellt der Kunstfonds des Freistaates Sachsen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden regelmäßig wechselnd ein Werk zeitgenössischer Kunst aus Sachsen im Görlitzer Kaisertrutz aus. Derzeit wird das Gemälde „Heilige Dorothea – 1700 Jahre später“ von Doris Baum vorgestellt. Geboren 1963 und aufgewachsen in Görlitz, studierte Baum von 1999 bis 2004 an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg. Sie lebt und arbeitet in Leipzig.
Die „Heilige Dorothea“ ist einer der Ankäufe der Freunde der Görlitzer Sammlungen für die Museumssammlung.