Sammlung von Testamenten für Forschung erschlossen

Aus den reichhaltigen Beständen des Archivs der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften konnte jetzt eine Sammlung von Testamenten bearbeitet und für die Forschung erschlossen werden. Dieses Konvolut kam im Jahr 1921 durch Vermittlung Richard Jechts in den Gesellschaftsbesitz. Walter v. Boetticher nutzte umgehend dieses neue Material für den Ergänzungsband (Band 4) zur „Geschichte des Oberlausitzer Adels und seiner Güter 1635-1815“, bemaß den Papieren jedoch außer einem „gewissen genealogischen“ keinen weiteren Wert bei. In seinen Ergänzungen nennt v. Boetticher nur Testamente, die noch immer in dem erhaltenen Konvolut vorkommen. Insofern liegt die Vermutung nahe, dass alle durch Richard Jecht übernommenen Testamente bis heute erhalten sind. Insgesamt umfasst der Bestand 64 Testamente und ein Inventarverzeichnis. 19 Nachlassverfügungen sind von bürgerlichen Testatoren, die anderen von Adligen. Bei den Testamenten finden sich auch zumeist weitere Schreiben, die nähere Informationen zum Erbfall liefern.