Sammlungen

Das Hauptaugenmerk liegt auf Artefakten, die die abwechslungsreiche Geschichte der Neißestadt und der östlichen Oberlausitz beiderseits der Neiße in ihren vielfältigen historischen Beziehungen belegen. Die historische Entwicklung der über nahezu 150 Jahre gewachsenen Museumssammlungen setzt dabei zusätzliche Schwerpunkte.
Die Sammlungen des Kulturhistorischen Museums beeindrucken durch ihre Verschiedenartigkeit und die herausragende kunst- und wissenschaftsgeschichtliche Bedeutung zahlreicher Objekte. Besonders hervorzuheben sind die umfangreichen historischen Sammlungen der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften, die eine fast 250jährige Standortkontinuität im ehemaligen Gesellschaftshaus Neißstraße 30 aufweisen und heute teilweise öffentlich präsentiert werden. Von der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder wurden sie als Kulturgut von nationalem Rang gewürdigt.
Das Museum setzt seine Sammeltätigkeit beständig fort. Mit Blick auf den beschriebenen regionalen Bezug und die Schließung von Sammlungslücken durch Ankauf, Fund und Schenkung wird der Bestand kontinuierlich erweitert. Insbesondere bei zeitgenössischer Kunst der Region erfolgt eine gezielte Ergänzung.

Der Sammlungsbestand der Abteilung Ur- und Frühgeschichte beinhaltet ca. 50.000 archäologische Fundeinheiten (500.000 Einzelobjekte) aus Stein, Keramik, Metall, Glas, Textil, Leder und Knochen von der Altsteinzeit (12.000 v. Chr.) bis ins 18. Jahrhundert. Zur Sammlung gehören einzigartige Hacksilberschätze der Zeit um 1000 und ein großartiger Bestand an mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Funden, vor allem Keramik der Zeit um 1600 (Renaissancezeit). Des Weiteren zählen eine kleine Sammlung an Antiken und Ägyptiaka, Funde des französischen Paläolithikums sowie steinzeitliche Objekte aus Norddeutschland und Skandinavien zum Museumsbestand.